Hockey heute bedeutet volle Hallen, schnelle Scheiben und eine Liga, die sich hinter niemandem verstecken muss. Ob DEL-Freitagabend mit ausverkauften Arenen, NHL-Nachtschicht mit Leon Draisaitl auf dem Eis oder WM-Vorbereitung mit der deutschen Nationalmannschaft — an fast jedem Tag der Saison 2025/26 laufen irgendwo Eishockeyspiele, die deutsche Fans bewegen. Die PENNY DEL hat sich als zweitstärkste Sportliga Deutschlands hinter der Fußball-Bundesliga etabliert, und das Interesse wächst weiter: Rekord-Zuschauerzahlen, ein langfristiger TV-Vertrag mit MagentaSport bis 2027/28 und eine Generation deutscher NHL-Profis, die international Schlagzeilen schreibt.
Auf dieser Seite findet sich alles, was Eishockey-Fans heute brauchen. Die aktuelle DEL-Tabelle, der Spielplan des heutigen Abends, sämtliche TV- und Streaming-Optionen von MagentaSport bis Sky, dazu die neuesten Ergebnisse und Statistiken der deutschen NHL-Stars. Wer wissen will, wann und wo die nächste WM steigt oder wie das Olympia-Turnier 2026 in Milano Cortina aussieht, wird hier ebenfalls fündig. Keine leeren Versprechen, keine Datenfriedhöfe — sondern ein kompakter, aktueller Überblick für alle, die Eishockey nicht nur schauen, sondern verstehen wollen.
Die Saison läuft, die Playoffs rücken näher, und auf dem internationalen Parkett steht Deutschland vor einem historischen Sommer. Eishockey heute — live und komplett.
Eishockey heute auf einen Blick: das Wichtigste in 30 Sekunden
- Die PENNY DEL spielt ihre Saison 2025/26 mit 14 Clubs und stellte bereits im Vorjahr mit 2,8 Millionen Zuschauern einen Allzeit-Besucherrekord auf.
- Alle DEL-Spiele laufen live auf MagentaSport, sonntags zeigt DF1 ein Spiel im Free-TV — NHL gibt es auf Sky und WOW.
- Leon Draisaitl hat als erster Deutscher die 1.000-Punkte-Marke in der NHL geknackt und führt Deutschland als Kapitän zu Olympia 2026 in Milano Cortina.
- Die Eishockey-WM 2026 findet vom 15. bis 31. Mai in Zürich und Fribourg statt — 2027 ist Deutschland mit Düsseldorf und Mannheim Gastgeber.
- Die DEL-Playoffs 2026 starten im März mit Pre-Playoffs ab Platz 7, das Finale wird im Best-of-Seven-Modus ausgespielt.
PENNY DEL heute: Tabelle, Spielplan und Rekorde der Saison 2025/26
Die Liga im Überblick: 14 Clubs, 52 Spieltage, eine Mission
Die PENNY Deutsche Eishockey Liga geht in ihre 32. Saison — und die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache. 14 Mannschaften kämpfen in der regulären Saison 52 Spieltage lang um Punkte, ehe im Frühjahr die Playoffs den Meister küren. Der Rhythmus ist eingespielt: Freitag und Sonntag sind die klassischen Spieltage, dazwischen schieben sich Dienstags- und Mittwochspartien in den Kalender. Wer Eishockey heute in Deutschland sucht, landet fast automatisch bei der DEL.
Was die Saison 2025/26 von ihren Vorgängerinnen unterscheidet, ist vor allem das Momentum. Schon die vorangegangene Saison 2024/25 brach Rekorde: Mehr als 2,8 Millionen Zuschauer strömten in die Hallen, ein Plus von rund acht Prozent gegenüber der Vorsaison. Die durchschnittliche Besucherzahl kletterte auf 7.781 pro Partie — ein Wert, der noch vor wenigen Jahren utopisch erschien. Zum Vergleich: In der Saison 2023/24 lag der Schnitt bei 7.015 Zuschauern, was damals bereits als Rekord galt und einen Anstieg von 26 Prozent gegenüber dem Vorjahr darstellte.
Gernot Tripcke, Geschäftsführer der PENNY DEL, fasste die Entwicklung so zusammen: „Wir hatten gehofft, dass wir den Rekord aus der vergangenen Saison unter anderem durch den neuen SAP Garden in München und das DEL Winter Game in Frankfurt noch einmal übertreffen können. Das ist uns gemeinsam mit unseren 14 Clubs gelungen.“ — Gernot Tripcke, Geschäftsführer, PENNY DEL
Die Tabelle: Wer führt, wer kämpft, wer zittert
Die DEL-Tabelle lebt von ihrer Unberechenbarkeit. Anders als im Fußball, wo sich die üblichen Verdächtigen früh absetzen, bleibt das Feld in der DEL traditionell eng beisammen. Die Drei-Punkte-Regelung für Siege in der regulären Spielzeit, zwei Punkte für einen Overtime- oder Shootout-Erfolg und ein Punkt für den Verlierer nach Verlängerung sorgen dafür, dass auch scheinbar abgeschlagene Teams bis kurz vor Saisonende Playoff-Chancen haben.
In der laufenden Spielzeit 2025/26 kristallisieren sich zur Saisonhälfte die ersten Tendenzen heraus. Die Eisbären Berlin verteidigen ihren Ruf als Serien-Meister der vergangenen Jahre, während die Adler Mannheim in ihrer neuen Ära nach dem SAP-Garden-Effekt in München die Kölner Haie und die Grizzlys Wolfsburg als dauerhafte Verfolger im Nacken haben. Besonders spannend: das Mittelfeld. Zwischen Platz 5 und Platz 10 liegen oft nur wenige Punkte, was das Playoff-Rennen bis zum letzten Spieltag offenhält.
Die DEL-Tabelle ist kein statisches Gebilde, sondern ein sich ständig verschiebendes Mosaik. An einem guten Wochenende kann ein Team drei Plätze klettern, an einem schlechten ebenso viele verlieren. Das macht die Liga für Zuschauer und Analysten gleichermaßen attraktiv — und den täglichen Blick auf die aktuelle Tabelle zum Pflichtprogramm.
Spielplan heute: Was läuft an diesem Spieltag
Der typische DEL-Freitagabend beginnt um 19:30 Uhr — sieben Partien gleichzeitig, die Hallen voll, MagentaSport im Konferenz-Modus. Sonntags verschiebt sich der Anpfiff auf 14:00 oder 16:30 Uhr, je nach TV-Fenster. Der Spielplan der Saison 2025/26 folgt dem bewährten Schema: Jedes Team tritt viermal gegen jeden Gegner an — zweimal zu Hause, zweimal auswärts. Das ergibt 52 Spieltage in der Hauptrunde, ehe die Playoffs den Kalender übernehmen.
Für Fans, die heute Abend Eishockey sehen wollen, stellt sich weniger die Frage, ob gespielt wird, als vielmehr welche Partie die attraktivste ist. Derbys wie Köln gegen Düsseldorf, München gegen Augsburg oder Berlin gegen die Fischtown Pinguins aus Bremerhaven ziehen regelmäßig fünfstellige Zuschauerzahlen an. Die Kölner Haie bleiben mit einem Schnitt von über 16.000 Zuschauern das Zugpferd der Liga — die LANXESS Arena ist an Spieltagen ein Hexenkessel, der seinesgleichen sucht.
An spielfreien DEL-Tagen lohnt sich der Blick über den Atlantik: Die NHL startet ihre Partien in der Regel zwischen 1:00 und 4:00 Uhr deutscher Zeit. Wer auf Leon Draisaitl und die Edmonton Oilers wartet, braucht also entweder einen späten Feierabend oder einen guten Wecker. Sky und WOW zeigen ausgewählte Spiele live — dazu mehr in der TV-Sektion weiter unten.
Rekorde und Trends: Warum diese Saison zählt
Die Zahlen der vergangenen Spielzeiten zeichnen ein klares Bild: Eishockey in Deutschland wächst nicht nur, es beschleunigt. Der Sprung von 2,06 Millionen Zuschauern in der Saison 2023/24 auf 2,8 Millionen im Folgejahr war kein statistischer Ausreißer, sondern die logische Fortsetzung eines Trends, der durch mehrere Faktoren befeuert wird. Die Eröffnung des SAP Garden in München im September 2024 brachte eine moderne Arena mit 10.796 Plätzen ins Spiel. Das DEL Winter Game 2025 in Frankfurt lockte 45.110 Zuschauer in den Deutsche Bank Park — ein Open-Air-Spektakel, das die Grenzen dessen verschob, was für Eishockey in Deutschland möglich schien.
Die Saison 2025/26 baut auf diesem Fundament auf. Die Frage ist nicht mehr, ob die DEL ihren Zuschauer-Rekord erneut bricht, sondern um wie viel. Der März 2026 ist traditionell der Monat, in dem die Hauptrunde in die heiße Phase geht — die Tabelle verdichtet sich, die Playoff-Plätze werden knapp, und die Arenen füllen sich noch ein Stück mehr. Für Fans ist jetzt die beste Zeit, einzuschalten.
Eishockey heute im TV und Stream: Wer zeigt was?
MagentaSport: Das Herzstück der DEL-Übertragung
Wer DEL sehen will, kommt an MagentaSport nicht vorbei. Die Streaming-Plattform der Deutschen Telekom hält die exklusiven Übertragungsrechte an der PENNY DEL — und das bis mindestens zum Ende der Saison 2027/28. Seit dem Einstieg im Herbst 2016 hat sich das Angebot stetig ausgeweitet: In der Saison 2024/25 umfasste das Programm mehr als 530 Live-Spiele — neben allen DEL-Partien auch die Nationalmannschafts-Länderspiele, den Deutschland Cup, Champions-Hockey-League-Begegnungen und Frauen-Eishockey.
Die Reichweite gibt MagentaSport recht. Im Hauptrundenverlauf 2024/25 erreichte der Sender nach Angaben des Fachmagazins DIGITAL FERNSEHEN kumuliert 20,9 Millionen Zuschauer — ein Plus von elf Prozent gegenüber dem Vorjahr. Seit dem Start der Partnerschaft hat sich die Gesamt-Reichweite verdreifacht. Das sind Zahlen, die selbst Fußball-Skeptiker aufhorchen lassen.
Arnim Butzen, Verantwortlicher für das TV-Geschäft bei der Deutschen Telekom, formulierte es so: „Die Deutsche Eishockey Liga trägt in großem Maße zur Attraktivität unseres Sportangebots bei. Das zeigen unsere Zuschauerzahlen und die positiven Rückmeldungen der Eishockey-Fans.“ — Arnim Butzen, Verantwortlicher TV-Geschäft, Deutsche Telekom
Was kostet der Spaß? Telekom-Kunden erhalten MagentaSport als Bestandteil ihres MagentaTV-Pakets oder können das Sportabo separat buchen. Für Nicht-Telekom-Kunden liegt der monatliche Preis bei rund 14,95 Euro im Jahresabo (Telekom-Kunden zahlen ab 9,95 Euro). Einzelmonate kosten mehr, und gelegentlich gibt es Aktionsangebote rund um den Saisonstart. Der Konferenz-Modus an Freitagabenden — alle DEL-Spiele parallel auf einem Bildschirm — ist für viele Fans das Highlight des Angebots.
Free-TV: DF1, ProSieben und JOYN
Eishockey muss nicht immer Geld kosten. Der Sender DF1 (ehemals ServusTV Deutschland) zeigt jeden Sonntag ein ausgewähltes DEL-Spiel im Free-TV. Die Übertragung ist auch über den Streaming-Dienst JOYN kostenlos abrufbar — eine Option, die besonders für Gelegenheits-Fans attraktiv ist, die nicht gleich ein Abo abschließen möchten.
Größer wird die Free-TV-Bühne bei internationalen Turnieren. ProSieben hat sich die Rechte an der Eishockey-WM gesichert und überträgt die Spiele der deutschen Nationalmannschaft zur besten Sendezeit. Die Wirkung ist enorm: Bei der WM 2024 erreichten die Deutschlandspiele auf ProSieben bis zu 3,3 Millionen Zuschauer. Ein Jahr später, bei der WM 2025 in Schweden und Dänemark, kletterte die Nettoreichweite auf 4,38 Millionen für das letzte Gruppenspiel gegen Dänemark. Eishockey im Free-TV ist kein Nischenprodukt mehr — es ist Primetime.
Für die Olympischen Winterspiele 2026 in Milano Cortina gelten eigene Übertragungsregeln: ARD und ZDF teilen sich die olympischen Rechte, das Eishockey-Turnier mit NHL-Stars wird also im öffentlich-rechtlichen Fernsehen zu sehen sein. Ein Termin, den sich Fans mit Frühjahrsmüdigkeit jetzt schon im Kalender markieren sollten.
Sky, WOW und die NHL in Deutschland
Die NHL läuft in Deutschland exklusiv bei Sky Sport und dessen Streaming-Ableger WOW (ehemals Sky Ticket). Das Angebot umfasst ausgewählte Live-Spiele der Regular Season, die Playoffs vollständig und natürlich den Stanley Cup Final. Wer Leon Draisaitl bei den Edmonton Oilers oder Moritz Seider bei den Detroit Red Wings in Echtzeit verfolgen möchte, hat hier die einzige legale Option im deutschsprachigen Raum.
Das Sky-Sport-Paket schlägt mit rund 25 Euro monatlich zu Buche, wobei die NHL nur ein Teil des Gesamtangebots ist — Fußball, Tennis, Golf und weitere Sportarten sind enthalten. Für reine Eishockey-Fans ist das ein stolzer Preis, aber die Alternative — der NHL GameCenter-Pass für den nordamerikanischen Markt — ist in Deutschland durch Geoblocking eingeschränkt und bietet keinen deutschsprachigen Kommentar.
Die TV-Landschaft auf einen Blick
| Anbieter | Inhalt | Kosten | Empfang |
|---|---|---|---|
| MagentaSport | Alle DEL-Spiele, DEB, CHL | ab 9,95 Euro/Monat (Telekom) bzw. 14,95 Euro/Monat | App, Web, SmartTV |
| DF1 / JOYN | 1 DEL-Spiel/Woche (So) | kostenlos | Kabel, Sat, JOYN-App |
| ProSieben | WM (DEB-Spiele) | kostenlos | Free-TV, Joyn |
| ARD/ZDF | Olympia 2026 | kostenlos | Free-TV, Mediathek |
| Sky / WOW | NHL (ausgewählt + Playoffs) | ab 25 Euro/Monat | Sky Q, WOW-App |
Die Empfehlung hängt vom Profil ab: Wer ausschließlich DEL schaut, ist mit MagentaSport bedient. Gelegenheits-Fans kommen mit DF1 und ProSieben durch die Saison. Und wer NHL-Nachtschichten liebt, braucht Sky oder WOW. Eine Kombination aus MagentaSport und Sky deckt praktisch das gesamte Eishockey-Universum ab — für insgesamt rund 40 Euro im Monat. Apropos NHL: Dort treiben gerade so viele Deutsche ihr Unwesen wie nie zuvor.
Deutsche NHL-Stars heute: Draisaitl, Seider und die DACH-Elite
Leon Draisaitl: Der beste Deutsche, der je Eishockey gespielt hat
Es gibt Spieler, die eine Sportart in ihrem Land prägen. Leon Draisaitl ist einer von ihnen. Der Center der Edmonton Oilers hat in der Saison 2024/25 Maßstäbe gesetzt, die vor zehn Jahren für einen Deutschen in der NHL undenkbar gewesen wären: 52 Tore, 54 Assists, 106 Punkte in 71 Spielen — damit sicherte er sich die Maurice Richard Trophy als bester Torschütze der Liga. Ein Deutscher als treffsicherster Spieler der besten Eishockey-Liga der Welt. Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen.
Doch selbst diese Saison war nur ein Kapitel in einer Geschichte, die 2025/26 ihren bisherigen Höhepunkt erreichte. Im laufenden Spieljahr knackte Draisaitl als erster Deutscher überhaupt die Marke von 1.000 NHL-Punkten. Er brauchte dafür 824 Spiele und ist damit der fünftschnellste Spieler von außerhalb Nordamerikas, der diesen Meilenstein erreicht hat. Die Gesellschaft, in der er sich bewegt — Jagr, Selänne, Alfredsson —, sagt alles über das Niveau.
Draisaitl selbst kommentierte den Moment mit einer Nüchternheit, die typisch für ihn ist: „Wenn du aus Deutschland kommst, dann ist es ein weiter Weg bis dahin.“ — Leon Draisaitl, Center, Edmonton Oilers
Sein Teamkollege Connor McDavid, selbst eine lebende Legende, ordnete die Leistung deutlicher ein: „Eine unglaubliche Leistung, das so schnell zu erreichen. Er ist schon die gesamte Saison, seine gesamte Karriere herausragend.“ — Connor McDavid, Captain, Edmonton Oilers
Der finanzielle Rahmen passt zur sportlichen Dimension. Draisaitls Vertragsverlängerung mit Edmonton, die ab der Saison 2025/26 greift, umfasst acht Jahre bei 14 Millionen Dollar pro Saison — insgesamt 112 Millionen Dollar. Zum Zeitpunkt der Unterzeichnung war es der höchstdotierte Vertrag der NHL-Geschichte. Inzwischen haben andere Spieler nachgezogen, aber Draisaitl bleibt die Referenzgröße für die wirtschaftliche Wertschätzung europäischer Spieler in Nordamerika.
Die DACH-Elite: Mehr als nur Draisaitl
So dominant Draisaitl ist — er ist nicht allein. Die Saison 2024/25 zeigte, dass der deutschsprachige Raum so viel NHL-Talent produziert wie nie zuvor. Die Top-10 der DACH-Spieler liest sich wie ein Querschnitt durch die besten Teams der Liga:
| Rang | Spieler | Nation | Team | Punkte 2024/25 |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Leon Draisaitl | DE | Edmonton Oilers | 106 |
| 2 | Nico Hischier | CH | New Jersey Devils | 69 |
| 3 | Kevin Fiala | CH | Los Angeles Kings | 60 |
| 4 | Tim Stützle | DE | Ottawa Senators | — |
| 5 | Moritz Seider | DE | Detroit Red Wings | — |
| 6 | Timo Meier | CH | New Jersey Devils | — |
| 7 | Roman Josi | CH | Nashville Predators | — |
| 8 | JJ Peterka | DE | Utah Hockey Club | — |
| 9 | Lukas Reichel | DE | Chicago Blackhawks | — |
| 10 | Nino Niederreiter | CH | Winnipeg Jets | — |
Fünf Deutsche, fünf Schweizer — kein Österreicher in den Top-10, was weniger an mangelndem Talent als an der Kaderbreite der NHL liegt. Auffällig ist die Tiefe auf deutscher Seite: Neben Draisaitl stehen mit Stützle, Seider, Peterka und Reichel vier Spieler unter 25 Jahren in der Liste. Das Fundament für die kommende Dekade ist gelegt.
Seider und Stützle: Die nächste Generation
Moritz Seider wurde 2019 von den Detroit Red Wings als sechster Pick im Draft ausgewählt — ein Signal, das in Deutschland damals kaum jemand richtig einordnen konnte. Inzwischen ist der Verteidiger ein Eckpfeiler des Red-Wings-Umbruchs: physisch dominant, spielerisch intelligent, mit einer Eiszeit, die regelmäßig über 23 Minuten pro Partie liegt. Seider verkörpert den modernen NHL-Verteidiger, der sowohl in der eigenen Zone räumt als auch den Spielaufbau steuert. In der Saison 2025/26 ist er einer der meistgenutzten Spieler seines Teams und hat sich als Führungsfigur in einer jungen Mannschaft etabliert, die den langen Weg zurück in die Playoffs sucht.
Tim Stützle aus Viersen hat einen anderen Weg genommen. Als dritter Pick des Drafts 2020 trug er von Beginn an die Hoffnungen der Ottawa Senators auf seinen Schultern — und liefert. Stützle ist schnell, kreativ und schussstark, ein Offensivspieler, der Spiele allein entscheiden kann. In der Saison 2025/26 gehört er zu den zentralen Figuren im Senators-Projekt, das auf baldige Playoff-Teilnahme zielt.
Beide Spieler verbindet mehr als die Nationalität: Sie stehen für eine deutsche Eishockey-Schule, die sich in der NHL etabliert hat. Die Zeiten, in denen deutsche Spieler als Exoten galten, sind endgültig vorbei. Was Draisaitl als Pionier begonnen hat, setzen Seider, Stützle, Peterka und Reichel als Generation fort — mit dem realistischen Anspruch, nicht nur dabei zu sein, sondern um Titel zu spielen.
WM 2026, WM 2027 und Olympia: Der internationale Kalender
Olympia 2026 in Milano Cortina: NHL-Stars zurück auf dem olympischen Eis
Das vielleicht größte Eishockey-Ereignis des Jahres 2026 findet nicht in einer NHL-Arena und nicht bei einer WM statt, sondern im Februar in den italienischen Alpen. Bei den Olympischen Winterspielen in Milano Cortina kehren die NHL-Spieler erstmals seit Sotschi 2014 auf die olympische Bühne zurück. Zwölf Jahre Pause, ausgelöst durch den Streit zwischen der NHL und dem Internationalen Olympischen Komitee über Versicherungskosten und Saisonunterbrechung, sind damit Geschichte.
Für Deutschland bedeutet das: Leon Draisaitl führt die Nationalmannschaft als Kapitän aufs Eis. Mehr noch — er wurde als Fahnenträger der deutschen Olympia-Delegation ausgewählt. Draisaitl selbst nannte den Moment das größte Erlebnis seines Lebens. Neben ihm stehen Seider, Stützle und Peterka im Kader — eine Mannschaft, die mit NHL-Qualität gespickt ist und sich nicht hinter den großen Nationen verstecken muss.
Das olympische Eishockey-Turnier wird das Ereignis, an dem sich die Stärke der deutschen Eishockey-Generation messen lässt. 2018 in Pyeongchang holte ein Team ohne NHL-Spieler sensationell Silber. Jetzt, mit der stärksten Aufstellung aller Zeiten, sind die Erwartungen höher — und der Druck auch. Die Vorrunde verspricht Kaliber: Kanada, Schweden, Finnland und die USA werden die Gruppenphase zu einem Haifischbecken machen — Russland hingegen ist aufgrund des Krieges in der Ukraine vom olympischen Eishockeyturnier ausgeschlossen. Deutschland muss sich beweisen, hat aber die Mittel dafür.
Eishockey-WM 2026: Deutschland in Zürich und Fribourg
Kaum sind die Olympischen Spiele vorbei, geht es weiter. Die IIHF Eishockey-Weltmeisterschaft 2026 findet vom 15. bis 31. Mai in der Schweiz statt — Spielorte sind Zürich (Swiss Life Arena, 12.000 Plätze) und Fribourg (BCF Arena, 9.000 Plätze). Für deutsche Fans ist die Anreise überschaubar, die Stimmung in Schweizer Eishockey-Hallen ohnehin erstklassig.
Die Gruppenauslosung hat es in sich. Deutschland spielt in Gruppe A gegen Finnland, Lettland, die Schweiz, die USA, Ungarn, Österreich und Großbritannien. Der Auftakt ist für den 15. Mai 2026 um 16:20 Uhr angesetzt — Gegner Finnland, das zu den Titelfavoriten zählt. Ein Gradmesser direkt zum Start.
Die WM 2026 wird für Deutschland auch eine Standortbestimmung nach dem Olympia-Turnier. Ob die NHL-Stars dann noch für die Nationalmannschaft zur Verfügung stehen, hängt vom Saisonverlauf ihrer Clubs ab — wer in den Playoffs steht, fehlt naturgemäß bei der WM. Das ist das ewige Dilemma der Eishockey-Welt: Die WM findet parallel zu den NHL-Playoffs statt, und die besten Spieler sind oft die Letzten, die zum Turnier stoßen.
WM 2025 im Rückblick: USA-Gold und deutsches Früh-Aus
Ein kurzer Blick zurück, weil er den Kontext für 2026 liefert. Die WM 2025 in Schweden und Dänemark endete mit einer Überraschung: Die USA holten erstmals seit 1960 den WM-Titel — ein historischer Moment für das amerikanische Eishockey. Im Finale besiegten die Vereinigten Staaten die Schweiz.
Deutschland erlebte ein enttäuschendes Turnier. Das Team von Bundestrainer Harold Kreis — trotz NHL-Verstärkung um Moritz Seider und Tim Stützle — scheiterte in der Gruppenphase. Eine bittere Niederlage im Penaltyschießen gegen Gastgeber Dänemark (1:2 n.P.) besiegelte das Aus als Gruppenfünfter. Es war das erste verpasste WM-Viertelfinale seit 2018. Gegen die Topteams USA (3:6), Schweiz (1:5) und Tschechien (0:5) fehlte ohne Draisaitl, der mit Edmonton in den NHL-Playoffs stand, die Durchschlagskraft. Ein Lerneffekt, der für die WM 2026 mit dem vollen Kader umso mehr Bedeutung hat.
WM 2027: Deutschland als Gastgeber
Noch wichtiger als die Schweizer WM ist für den deutschen Eishockeysport das Jahr danach. Die IIHF Eishockey-Weltmeisterschaft 2027 findet in Deutschland statt — Spielorte werden der PSD Bank Dome in Düsseldorf (bis zu 15.151 Plätze) und die SAP Arena in Mannheim (bis zu 15.000 Plätze) sein. Der DEB setzte sich bei der IIHF-Abstimmung klar gegen Kasachstan durch, mit 102 zu 34 Stimmen.
Eine Heim-WM ist für den deutschen Eishockeysport mehr als ein Turnier — es ist eine Chance, die Sportart im öffentlichen Bewusstsein dauerhaft zu verankern. Die Erinnerung an die Handball-WM 2007 und ihre Wirkung auf den Handballsport in Deutschland liegt nahe. Der DEB hat eine hundertprozentige Tochtergesellschaft für die Ausrichtung gegründet, die Planungen laufen seit 2024.
Der Turnier-Zeitraum steht fest: 14. bis 30. Mai 2027. Mit zwei Arenen in Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg deckt Deutschland den Westen und Süden ab — die Eishockey-Hochburgen des Landes. Düsseldorf bringt die DEG-Tradition mit, Mannheim die Adler-Euphorie. Dass die WM 2027 ein Zuschauer-Fest wird, steht außer Frage. Die WM-Spiele 2025 auf ProSieben haben gezeigt, dass Eishockey zur Primetime Millionenpublikum erreichen kann. Vor heimischer Kulisse dürfte das noch einmal eine andere Dimension annehmen.
Von den internationalen Bühnen zurück in die Breite: Wie steht es um Eishockey als Sportart in Deutschland — jenseits von DEL und NHL?
Eishockey in Deutschland in Zahlen: Vom Nischensport zum Publikumsmagneten
Spieler, Vereine, Infrastruktur: Was die IIHF-Daten verraten
Eishockey in Deutschland hat ein Imageproblem — zumindest in der öffentlichen Wahrnehmung. Viele halten es noch immer für einen exotischen Sport, den eine Handvoll Enthusiasten in kalten Hallen betreibt. Die Zahlen erzählen eine andere Geschichte. Laut dem IIHF Survey of Players 2024 sind in Deutschland 6.797 erwachsene männliche Spieler, 16.552 Junioren und 3.168 Frauen registriert — insgesamt rund 26.500 aktive Eishockey-Spielerinnen und Spieler. Dazu kommen 143 männliche und 73 weibliche Trainer sowie 76 gedeckte Eissporthallen, die den IIHF-Standard erfüllen.
Um diese Zahlen einzuordnen, hilft ein internationaler Vergleich. Kanada meldet 92.895 erwachsene Spieler plus 386.249 Junioren, die USA kommen auf 144.909 Erwachsene plus 327.704 Junioren. Das sind andere Dimensionen, keine Frage. Doch näher am deutschen Niveau liegen die europäischen Eishockey-Nationen: Finnland registriert 24.689 Erwachsene und 34.847 Junioren, Schweden 14.324 plus 54.315, die Schweiz 12.726 plus 15.713 — sämtlich dokumentiert im IIHF Season Summary 2023/24. Deutschland steht damit auf dem europäischen Festland hinter den skandinavischen Traditionsnationen und der Schweiz — aber der Abstand schrumpft, und die Wachstumsdynamik spricht für den DEB.
DEB-Mitglieder: Stabilisierung nach dem Rückgang
Der Deutsche Eishockey-Bund (DEB) zählt aktuell rund 26.000 Mitglieder. Das ist ein Wert, der nach Jahren des Rückgangs — 2006 lag die Zahl noch bei 29.700 — wieder in die richtige Richtung zeigt. Der Tiefpunkt lag Mitte der 2010er-Jahre, als die DEL-Zuschauerzahlen stagnierten und die Nationalmannschaft im internationalen Mittelmaß versank. Seitdem hat eine Kombination aus sportlichem Erfolg (WM-Silber 2018, NHL-Stars), verbesserter Medien-Präsenz und gezielter Nachwuchsarbeit den Trend gedreht.
Was die reine Mitgliederzahl nicht erfasst: Die tatsächliche Eishockey-Community in Deutschland ist deutlich größer. Hobbyligen, Freizeitmannschaften und nicht gemeldete Spieler tauchen in der DEB-Statistik nicht auf. Schätzungen gehen von mindestens 50.000 bis 70.000 Menschen aus, die in Deutschland regelmäßig auf dem Eis stehen — vom Bambini bis zum Senioren-Hobbyteam.
Die DEL als wirtschaftlicher Motor
Die PENNY DEL positioniert sich selbstbewusst als zweitstärkste Profi-Sportliga Deutschlands nach der Fußball-Bundesliga. Das ist kein leeres Marketing, sondern lässt sich an mehreren Indikatoren belegen. Die Zuschauerzahlen liegen mit 2,8 Millionen pro Saison (Hauptrunde 2024/25) deutlich über denen der Basketball-Bundesliga oder der Handball-Bundesliga. Die Arenen sind modern — vom SAP Garden in München über die LANXESS Arena in Köln bis zur SAP Arena in Mannheim verfügt die DEL über Spielstätten, die internationalen Standards genügen.
Auch digital hat die Liga Boden gutgemacht. Die DEL und ihre 14 Clubs erreichen zusammen rund drei Millionen Follower auf den Social-Media-Plattformen — ein Rekordwert, der die wachsende Relevanz bei jüngeren Zielgruppen widerspiegelt. Instagram, TikTok und YouTube sind dabei die wichtigsten Kanäle: Highlight-Clips, Behind-the-Scenes-Content und Spieler-Interviews generieren eine Reichweite, die über das reine Stadion-Publikum hinausgeht.
Warum Eishockey wächst — und was es bremst
Die Wachstumstreiber sind identifizierbar. Der internationale Erfolg der deutschen NHL-Spieler schafft Vorbilder, die MagentaSport-Übertragungen machen jeden DEL-Spieltag zugänglich, und Events wie das Winter Game erreichen ein Publikum jenseits der eingeschworenen Fanbase. Dazu kommt der Olympia-Effekt: 2018 in Pyeongchang sorgte die Silbermedaille für einen Anmelde-Boom in den Nachwuchsabteilungen der Vereine. Von Milano Cortina 2026 erwartet man einen ähnlichen Impuls — diesmal mit dem Vorteil, dass die mediale Infrastruktur besser ist als vor acht Jahren.
Auf der Bremse steht vor allem die Infrastruktur. Laut dem IIHF Guide & Record Book 2024 verfügt Deutschland über 76 IIHF-taugliche Eishallen für ein Land mit 84 Millionen Einwohnern — das ist nicht viel. Zum Vergleich: Finnland hat bei 5,5 Millionen Einwohnern über 260 Hallen. Neue Eisflächen zu bauen ist teuer und politisch selten prioritär, was die Einstiegshürde für Kinder und Jugendliche hoch hält. Eiszeiten müssen zwischen Eishockey, Eiskunstlauf und öffentlichem Eislaufen geteilt werden — ein Verteilungskampf, der den Breitensport limitiert.
Trotzdem ist die Richtung klar. Eishockey in Deutschland ist kein Randsport mehr, sondern eine Sportart im Aufwind, die ihre historische Chance erkennt und nutzt. Die Saison 2025/26, Olympia im Februar, WM im Mai — das Jahr bietet genug Bühnen, um den nächsten Schritt zu machen.
DEL-Highlights und Events: Was die Saison 2025/26 besonders macht
Das Winter Game: Open-Air-Eishockey als Massenspektakel
Wenn es ein einzelnes Ereignis gibt, das den Aufschwung des deutschen Eishockeys in einem Bild zusammenfasst, dann ist es das DEL Winter Game. Im Januar 2025 verwandelte sich der Deutsche Bank Park in Frankfurt in eine Open-Air-Eisbühne: 45.110 Zuschauer sahen, wie die Löwen Frankfurt die Adler Mannheim mit 5:1 besiegten. Ein Eishockeyspiel in einem Fußballstadion, ausverkauft, bei Temperaturen knapp über dem Gefrierpunkt — und das im Land, wo Fußball angeblich alles überragt.
Noch eindrucksvoller als die Stadion-Kulisse war die mediale Wirkung. 200.000 Zuschauer verfolgten das Spiel live auf MagentaSport — ein absoluter Rekord für ein einzelnes DEL-Spiel auf einer Pay-TV-Plattform. Die Kombination aus besonderem Rahmen, starker Vermarktung und sportlicher Brisanz funktionierte auf allen Kanälen. Das Winter Game 2025 hat bewiesen, dass Eishockey in Deutschland eventfähig ist — nicht als Nischenereignis, sondern als Großveranstaltung mit Strahlkraft.
Ob das Format in der Saison 2025/26 eine Fortsetzung findet, ist zum Zeitpunkt dieses Artikels noch offen. Die DEL hat signalisiert, dass Open-Air-Spiele fester Bestandteil des Saisonkalenders werden sollen. Mögliche Standorte — Köln, Berlin, München — werden diskutiert. Sicher ist: Nach Frankfurt hat die Messlatte eine Höhe erreicht, die schwer zu übertreffen, aber leicht zu verteidigen ist.
SAP Garden: Münchens neues Eishockey-Wohnzimmer
Die Eröffnung des SAP Garden im September 2024 war das zweitgrößte Highlight der vergangenen Saison. Die Multi-Funktionsarena im Olympiapark München bietet 10.796 Plätze für Eishockey und hat den Red Bull München eine Heimat gegeben, die der Ambition des Clubs entspricht. 150 Millionen Euro hat der Bau gekostet, finanziert von Red Bull, entworfen vom dänischen Architekturbüro 3XN. Das Ergebnis ist eine Arena, die architektonisch und funktional neue Maßstäbe in der DEL setzt.
Der Effekt auf die Zuschauerzahlen war sofort messbar. München zählt mit dem neuen SAP Garden zu den bestbesuchten Standorten der Liga und hat mit der modernen Infrastruktur einen Wettbewerbsvorteil geschaffen, von dem auch die Gesamtliga profitiert. Gernot Tripcke selbst nannte den SAP Garden neben dem Winter Game als einen der Hauptgründe für den Zuschauer-Rekord der Saison 2024/25.
Der Rekord-Trend: Mehr Zuschauer, mehr Aufmerksamkeit, mehr Wettbewerb
Die Dynamik der vergangenen Spielzeiten lässt sich an einer einzigen Kurve ablesen: stetig nach oben. Bereits in der Jubiläumssaison 2023/24 legte die DEL um 26 Prozent bei den Zuschauerzahlen zu und erreichte 2,06 Millionen Besucher. Im Folgejahr stieg die Marke auf 2,8 Millionen — drei Spielzeiten in Folge mit Bestmarken. Das signalisiert keinen Zufallstreffer, sondern einen strukturellen Wandel im deutschen Zuschauersport.
Was die Saison 2025/26 zusätzlich besonders macht: Die Playoffs stehen vor der Tür. Der März ist in der DEL der Monat der Wahrheit, in dem die letzten Punkte für die Playoff-Qualifikation vergeben werden. Die Arenen füllen sich, die Stimmung verschärft sich, und jedes Spiel kann über Saisonerfolg oder -scheitern entscheiden. Die intensivste Phase des Eishockey-Jahres hat begonnen — und wer den Modus dahinter verstehen will, findet im nächsten Abschnitt die Antworten.
DEL-Playoffs 2026: So funktioniert der Modus
Pre-Playoffs: Die Kür für die Plätze 7 bis 10
Nicht jedes Team hat das Glück, sich direkt für die Playoffs zu qualifizieren. Die Mannschaften auf den Hauptrunden-Plätzen 7 bis 10 müssen den Umweg über die Pre-Playoffs nehmen — eine Best-of-Three-Serie, die als Eintrittskarte in die eigentliche Postseason dient. Platz 7 trifft auf Platz 10, Platz 8 auf Platz 9. Die Sieger rücken ins Viertelfinale nach, wo die Teams der Plätze 1 bis 6 bereits warten. Es ist ein brutales Format: Ein Fehlstart, eine schwache Partie — und die Saison kann nach zwei Spielen vorbei sein.
Die Pre-Playoffs wurden eingeführt, um die Spannung in der Hauptrunde bis zum letzten Spieltag hochzuhalten. Vor ihrer Einführung war die Saison für Teams im Mittelfeld oft schon Wochen vor dem Ende gelaufen. Jetzt kämpfen sechs bis acht Teams bis zur letzten Minute um die Playoff-Teilnahme — ein Gewinn für Zuschauer, Sponsoren und die mediale Aufmerksamkeit. In der Praxis bedeutet das: Selbst ein Team auf Platz 10 darf sich noch Hoffnung machen, denn der Weg zum Meistertitel ist nur zwei Runden länger als für den Tabellenführer. Außenseiter-Geschichten sind in den Pre-Playoffs keine Seltenheit — die komprimierte Serienform begünstigt Mannschaften, die zum richtigen Zeitpunkt in Form kommen.
Viertelfinale bis Finale: Best-of-Seven als Goldstandard
Ab dem Viertelfinale wird im Best-of-Seven-Format gespielt. Die Top-6-Teams der Hauptrunde sind gesetzt und treffen auf die Pre-Playoff-Sieger oder auf direkte Gegner aus den Top-6 nach dem Re-Seeding-Prinzip. Das bedeutet: Der Erstplatzierte trifft auf den am niedrigsten gesetzten verbliebenen Gegner, der Zweitplatzierte auf den nächsthöheren — ein System, das die Regularität der Hauptrunde belohnt.
Sieben Spiele maximal, vier Siege nötig. Das Heimrecht liegt beim besser platzierten Team, das die Spiele 1, 2, 5 und 7 vor eigener Kulisse bestreitet — sofern die Serie so weit geht. Die Realität zeigt: Viele DEL-Playoff-Serien gehen über sechs oder sieben Spiele, weil die Leistungsdichte in der Liga hoch ist. Ein Sweep — vier Siege ohne Niederlage — ist die Ausnahme, nicht die Regel.
Das Best-of-Seven-Format hat die DEL erst seit der Saison 2024/25 durchgängig vom Viertelfinale bis zum Finale eingeführt. Zuvor gab es in früheren Runden kürzere Serien. Die Angleichung an das NHL-Modell war ein bewusster Schritt: längere Serien bedeuten mehr Spiele, mehr TV-Einnahmen und mehr Drama. Für die Fans ist es ein Zugewinn, weil ein einzelnes schlechtes Spiel eine Serie nicht entscheidet.
Der Zeitplan: Wann starten die Playoffs 2026
Die DEL-Hauptrunde endet traditionell im März. Die Pre-Playoffs folgen unmittelbar danach, das Viertelfinale startet in der Regel Mitte März. Halbfinale und Finale ziehen sich bis in den April. Wer den DEL-Meister 2026 sehen will, muss also bis Mitte oder Ende April Geduld haben — oder sich den Weg dorthin ab jetzt live ansehen. Eishockey heute — live und komplett, das gilt in der Playoff-Phase noch mehr als im Rest der Saison.
Häufige Fragen rund um Eishockey heute
Welche Eishockeyspiele laufen heute live?
Das hängt vom Wochentag und der Saisonphase ab. In der DEL-Hauptrunde finden die meisten Spiele freitags ab 19:30 Uhr und sonntags ab 14:00 oder 16:30 Uhr statt. Unter der Woche gibt es vereinzelt Dienstags- und Mittwochspartien. Alle DEL-Spiele werden live auf MagentaSport übertragen, sonntags zeigt DF1 ein ausgewähltes Spiel im Free-TV. NHL-Spiele laufen auf Sky und WOW, beginnen in Deutschland allerdings meist erst nach Mitternacht aufgrund der Zeitverschiebung. Während internationaler Turniere wie der WM überträgt ProSieben die Deutschlandspiele im Free-TV. Der schnellste Weg zum aktuellen Spielplan führt über die offizielle DEL-Website oder die MagentaSport-App.
Wo kann ich Eishockey heute im Free-TV sehen?
Kostenfreie Optionen gibt es mehrere, sie hängen aber vom Wettbewerb ab. Der Sender DF1 zeigt jeden Sonntag ein DEL-Spiel im Free-TV, das auch über den Streaming-Dienst JOYN kostenlos abrufbar ist. Bei internationalen Turnieren ist ProSieben der Partner für die Eishockey-WM und überträgt alle Spiele der deutschen Nationalmannschaft. Bei der WM 2025 erreichten die Übertragungen bis zu 4,38 Millionen Zuschauer. Die Olympischen Winterspiele 2026 in Milano Cortina werden von ARD und ZDF übertragen — das Eishockey-Turnier mit NHL-Stars ist also im öffentlich-rechtlichen Fernsehen zu sehen. Für reguläre NHL- oder komplette DEL-Übertragungen gibt es allerdings keine Free-TV-Option: Dafür werden MagentaSport beziehungsweise Sky benötigt.
Wann beginnen die DEL-Playoffs 2026?
Die DEL-Hauptrunde endet im März 2026, direkt danach starten die Pre-Playoffs für die Teams auf den Plätzen 7 bis 10 im Best-of-Three-Modus. Das Viertelfinale beginnt typischerweise Mitte März und wird wie Halbfinale und Finale im Best-of-Seven-Format ausgespielt. Der DEL-Meister wird voraussichtlich Mitte bis Ende April 2026 gekürt. Die genauen Termine hängen vom Verlauf der einzelnen Serien ab — geht eine Viertelfinalserie über sieben Spiele, verschiebt sich der Zeitplan entsprechend. Alle Playoff-Spiele laufen live auf MagentaSport, ausgewählte Partien zeigt DF1 im Free-TV.
